Mindfulness ist im Trend. Es soll helfen gegen Stress, Gedankenkarusselle und dir mehr Konzentration und Fokus verschaffen. Doch was ist Mindfulness überhaupt? Das zeige ich dir hier. Dazu bekommst du natürlich noch einige Tipps, wie du es in deinen Alltag integrieren kannst. Denn was wäre mein Blog ohne die Umsetzung des Gelernten?

Was ist Mindfulness?

Bei Mindfulness denkst du zunächst an Schweigeretreats, stundenlange Meditationskreise oder dein Achtsamkeits-Seminar in der Firma? Das geht den eisten so. Doch um Mindfulness zu üben, musst du nicht gleich zu solch „drastischen“ Maßnahmen greifen. Denn jeder Moment, in dem du dich und deine Umgebung bewusst wahrnimmst, ist ein Mindful Moment.

Keine Sorgen um die Zukunft und kein Grübeln über Vergangenes ist im Kopf, sondern nur der Fokus auf das Hier und Jetzt. Das ist Mindfulness. Dabei nimmst du deine Gedanken, deine Umgebung, deinen Körper, deine Gefühle usw. zielgerichtet wahr, allerdings ohne zu bewerten. Du versuchst also nicht, alles auszublenden und zu verdrängen, sondern lediglich neutral und aufmerksam gegenüber dem jetzigen Moment zu sein. Achtsamkeit ist dabei eine bewusste Handlung, für die du dich in einem Moment entscheiden kannst oder eben auch nicht.

Woher kommt Mindfulness?

Mindfulness ist nicht nur ein Trend, sondern beruht auf alten Weisheiten des Buddhismus. Zum Durchbruch der traditionellen Lehre in der heutigen Zeit verhalf John Kabat-Zinn. Er legte Mindfulness auf nicht-religiöse Weise auf und machte es damit der breiten Masse zugänglich. 1979 gründete er an der Universitiy of Massachusets Medical School das MBSR Programm. MBSR steht für Mindfulness Based Stress Reduction und wurde seitdem weltweit gelehrt, sowohl für Privatpersonen, wie auch für große Konzerne. Sogar Schulen wenden das Program zur Prophylaxe von Burn-Out an.

Welche Vorteile hat Mindfulness?

Mindfulness hat zahlreiche Vorteile, von denen einige sogar in Studien wissenschaftlich belegt wurden.

Stärkung des Immunsystems

Nach bereits acht Wochen regelmäßiger Achtsamkeits-Praxis hatten Probanden ein besseres Immunsystem.

Negative Gedanken stoppen

Negative Gedanken werden laut Studien reduziert und durch positive ersetzt. Mindfulness kommt dadurch sogar in der Behandlung von Depressionen zum Einsatz.

Stressabbau

Mindfulness hilft uns bei der Entspannung und dem Abbau von Stress.

Mindfulness baut das Gehirn um

Durch Achtsamkeit soll sich sogar unser Gehirn positiv verändern. Die graue Masse in den Hirnregionen für Lernen, Erinnerung, Empathie und Emotionsregulierung wird mit der Zeit erhöht.

Mehr Fokus

Mindfulness fördert die Konzentration und damit unsere Leistungsfähigkeit und Produktivität.

Mindfulness macht sozial

Durch die Praxis können wir uns besser in andere Leute hineinversetzten, besser kommunizieren und uns in allen Arten von Beziehungen leichter gegenseitig akzeptieren und respektieren. Bei Schülern reduziert es Verhaltensprobleme und Aggressionen.

Mindfulness erhöht das Selbstbewusstsein

Nicht nur der Umgang mit anderen wird verbessert, sondern auch der Umgang mit sich selbst.

Mindfulness kann beim Abnehmen helfen

Durch achtsames Essen kann man sein Sättigungsgefühl besser wahrnehmen, schätzt gesundes Essen wert und nimmt dadurch weniger Kalorien zu sich.

Wie integriere ich Mindfulness in meinen Alltag?

Um die vollen Effekte des Achtsamkeits-trainings zu bekommen, ist es ideal einmal täglich für mindestens 10 Minuten zu üben und dann über den Tag verteil jeweils für 1-5 Minuten. Natürlich darfst du auch weniger oder mehr machen, Hauptsache ist die Regelmäßigkeit.

Feste Zeiten für Mindfulness einplanen

Am besten trägst du dir deine Zeit für Mindfulness fest in den Kalender ein. So ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass du tatsächlich praktizierst.

Rituale entwickeln

Liebgewonnene Rituale sind hilfreich, wenn es um die Aufrechterhaltung neuer Routinen geht. Vielleicht kannst du Mindfulness zusammen mit der Familie üben, zum Beispiel bei einem Mindful Dinner. Oder du nimmst dir vor jedem Meeting eine Minute, um deine Atmung bewusst wahrzunehmen. Das Gleiche kannst du vor dem Training oder währenddessen machen. Hier sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Einen Kurs besuchen

Um die volle Verbindlichkeit zu haben und noch tiefer in das Thema einzutauchen, empfehlen wir dir einen Kurs zu besuchen oder dich von einem Trainer coachen zu lassen.

Mindfulness Übungen

Atmung beobachten

Diese Übung kannst du beliebig oft zwischendurch machen oder in deine Morgenroutine einbauen. Wo spürst du deine Atmung? Wo bewegt sich dein Körper beim Atmen? Wie lange ist deine Einatmung? Wie lange ist deine Ausatmung? Und die Pause dazwischen? Ist dein Atem eher kalt oder warm?

Mindful Eating

Wie schon erwähnt, ist Mindful Eating optimal, wenn du gleichzeitig etwas für deinen Geist und deinen Körper tun möchtest. Lede dein Handy beim Essen zur Seite und vermeide jede Ablenkung. Also keine Gesellschaft, kein Radio, keine Zeitung. Konzentriere dich ganz auf dein Essen. Wie sieht es aus? Wie riecht es? Wie schmeckt es? Wie fühlt sich Kauen eigentlich an? Wie zeigt dir dein Körper, dass er satt ist? Am Anfang ist die Übung vielleicht etwas ungewohnt, aber mit der Zeit wirst du dein Essen viel intensiver wahrnehmen.

Mindfulness Meditationen

Natürlich ist Mindfulness nicht nur Meditation. Doch Meditation und Achtsamkeit sind eng miteinander verknüpft. Suche im Internet oder bei Meditationsapps nach speziellen Mindfulness Meditationen. Du kannst auch die Begriffe „Achtsamkeit“ oder „Hier und Jetzt“ verwenden. So bekommst du eine Vielzahl an Meditationen, bei der bestimmt auch die richtige für dich dabei ist.

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