Diäten kennst du wahrscheinlich ziemlich viele: FDH (Friss die Hälfte), die Grapefruitdiät oder die 24 Stunden Diät. Das klingt meist ziemlich drastisch, aber auch vielversprechend. Kein Wunder, dass die meisten sich viel von diesen Versprechen erhoffen und sich an eine der beworbenen Diäten machen. Zu Beginn ist die Motivation groß und die ersten zwei, drei Kilo purzeln schnell. Doch dann wird die einseitige Ernährung frustrierend und das Gewicht stagniert. Im schlimmsten Fall steigt es sogar direkt wieder an. Eine langfristige Lösung muss also her.

Hast du dich für eine Änderung entschieden, die dich lange begleiten soll und nicht zum berüchtigten Jojo- Effekt führt, wird es Zeit für eine Ernährungsumstellung. Was das ist und wo der Unterschied einer Ernährungsumstellung zur Diät liegt, erkläre ich dir hier.

Was ist eine Diät?

Eine Diät ist ein typisches Last Minute Abnehmprogramm. Wer schnell ein paar Kilo loswerden möchte und sich keine Gedanken um die Langfristigkeit macht, entscheidet sich meist für eine der zahlreichen Diäten. Das ist nicht automatisch schlimm. Eine Diät kann für kurze Zeit sinnvoll sein, wenn du an Tag X mit ein paar Pfunden weniger dastehen möchtest. Viele machen eine Diät vor dem Urlaub, vor der Hochzeit oder vor einem Fotoshooting. Allerdings solltest du dich nicht wundern, wenn du kurz nach der Diät dein altes Gewicht wiederhast – oder sogar ein bisschen mehr auf den Rippen hast. Dann hat der berühmt berüchtigte Jojo-Effekt zugeschlagen.

Eine Diät erkennst du daran, dass die Kalorienzufuhr stark eingeschränkt ist und viele Lebensmittelgruppen komplett gestrichen werden. Manche Diäten verzichten sogar ganz auf Nahrung und lassen dich nur Shakes trinken. Eine Diät ist also immer sehr einseitig. Das macht sie ungeeignet, um deine Ernährung über längere Zeit so zu gestalten. Denn dann fehlen dir bald wichtige Nährstoffe und deine Konzentration und Leistungsfähigkeit sinken ab. Und sind wir mal ehrlich: Eine strenge Diät über mehrere Monate durchzuhalten macht einfach keinen Spaß.

Je nachdem, was du für ein Ziel verfolgst, ist daher die Ernährungsumstellung oft die bessere Wahl.

Was ist eine Ernährungsumstellung?

Bei einer Ernährungsumstellung nimmst du oft nicht so schnell ab, aber hast dafür langfristigen Erfolg. Denn du änderst nicht von einen Tag auf den anderen all deine Gewohnheiten, sondern gehst es Schritt für Schritt an. Zuerst beginnst du z.B. deine ungesunden Snacks einzuschränken oder durch gesündere, leckere Alternativen zu ersetzen. Dann tauschst du die Cornflakes zum Frühstück mit einem selbstgemachten Müsli mit Obst und Magerquark aus. So gehst du Stück für Stück in deinem eigenen Tempo vor. Hast du dich an eine Änderung gewöhnt und kannst diese gut durchhalten, machst du dich an die nächste.

Ziel einer Ernährungsumstellung ist, bunt, gesund und abwechslungsreich zu essen. Dabei musst du dich nicht einschränken und darfst dir auch mal etwas gönnen. Grob besteht eine Ernährungsumstellung aus 80% bewusster, vitaminreicher Ernährung und zu 20% aus deinem gewohnten Essen. Eine Ernährungsumstellung bietet dir außerdem viel Raum zum Experimentieren mit tollen neuen Rezepten.

Was sind die Vorteile einer Ernährungsumstellung gegenüber einer Diät?

Eine Ernährungsumstellung ist dauerhaft

Mit einer Diät verlierst du schnell die Motivation. Um diese durchzuhalten brauchst du wirklich einen eisernen Willen. Hier überschätzen sich die meisten und sind dann von sich selbst enttäuscht. Eine Ernährungsumstellung hingegen ist dauerhaft und auf den langfristigen Erfolg ausgelegt. Du musst dich nicht so stark einschränken und hast daher mehr Spaß daran, dich auch an deinen Ernährungsplan zu halten. Da du dich abwechslungsreich ernährst, bekommst du alle Nährstoffe und dein Körper entwickelt keinen Heißhunger aufgrund eines Mangels an bestimmten Nährstoffen.

Eine Ernährungsumstellung ist gesund

Eine Ernährungsumstellung schließt keine Lebensmittelgruppen vollständig aus. Sie ist vitamin- und nährstoffreich und versorgt deinen Körper mit allem, was wichtig ist. Deswegen ist sie sehr gesund. Eine Diät hingegen versetzt deinen Körper in einen Stresszustand und raubt ihm wichtige Stoffe, die für die Gesundheit wichtig sind.

Eine Ernährungsumstellung ist sozial verträglich

Hast du schonmal für Freunde mit verschiedenen Allergien und speziellen Ernährungsgewohnheiten gekocht? Oder dich bei der Bestellung im Restaurant für gefühlte 100 Sonderwünsche fremdgeschämt? Unter einer sehr einseitigen Diät leiden deine sozialen Kontakte. Folgst du z.B. der Kohlsuppendiät, werden du und deine Freunde kein Spaß beim gemeinsamen Essengehen haben. Viele spontane Treffen fallen weg und deine Laune sinkt durch die reduzierte Kalorienzufuhr wahrscheinlich drastisch.

Eine Ernährungsumstellung hingegen ist in jeder Situation einfach umzusetzen. Du kannst immer noch mit deinen Freunden essen gehen, ohne stundenlang im Voraus die Speisekarte studieren zu müssen und dein Lebensgefühl ist positiv. So tust du gleich doppelt etwas Gutes für deine Gesundheit.

Unser Fazit zu Diät vs. Ernährungsumstellung

Für mich und die meisten Fitness-Expert*innen ist ganz klar die Ernährungsumstellung der Gewinner. Nur im Notfall und mit einem bestimmten Tag vor Augen, an dem du top aussehen willst, würden wir dir eine Diät empfehlen. Sonst fährst du mit einer Ernährungsumstellung besser.

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