Chronischer Stress, Schlafprobleme und innere Unruhe? Das ist heutzutage leider keine Seltenheit mehr. Ständige Erreichbarkeit, fordernde Arbeitszeiten und das Gefühl, bei allem dabei sein zu wollen, bedeuten für unseren Körper eine riesige Belastung mit Stresshormonen. Anstatt zu Schokolade und ungesunden Essen zur Beruhigung zu greifen, versuche es doch mal mit Yoga.

Warum hilft Yoga gegen Stress?

Yoga kann auf zwei Weisen gegen Stress helfen. Auspowern hilft, Stresshormone abzubauen und wieder runter zu kommen. Durch die Anstrengung hat man meist gar keine Zeit an etwas anderes zu denken, bekommt den Kopf frei und ist vollkommen im Hier und Jetzt. Nach einem anstrengenden Training schläft es sich außerdem gleich doppelt so gut. Power Yoga kann dir also genau dabei helfen.

Machst du eh schon regelmäßiges, intensives Training, solltest du zum Stressabbau eher auf eine ruhige Yoga Art setzen. Hatha Yoga oder Yin Yoga eignen sich hier besonders gut. Die Bewegungen sind langsamer und die leichte Dehnung deiner Muskulatur sendet Signale an dein Nervensystem, die zur Entspannung beitragen. Diese ruhigere Form des Yoga nimmt dir auch deine hohe Erwartungshaltung an dich selbst. Denn hier geht es nicht um Leistung oder eine bestimmte Pose, sondern um deine innere Haltung.

Beim Yoga liegt der Fokus außerdem auf deiner Atmung. Dieses Bewusstsein hilft dir auch über die Yogastunde hinaus. Denn auch im Alltag können wir unseren Atmen nutzen, um Stress und Anspannung zu reduzieren. Bemerkst du, dass dein Atmen in einem anspruchsvollen Meeting flach und schnell wird, kannst du dich bewusst darauf konzentrieren, wieder tief und ruhig zu atmen. Probiere es aus, schon nach ein paar Atemübungen wirst du merken, wie sich deine Anspannung auflöst.

Wie fange ich mit Yoga an oder integriere es in mein Training?

Ob im Yogastudio, im Fitnessstudio, in einer 1:1 Stunde, mit Hilfe eines Buchs oder eines YouTube Videos: Um mit Yoga zu beginnen, brauchst du nur deine Matte. Die ersten einfachen Übungen kannst du natürlich alleine praktizieren und damit bereits Effekte auf dein Stresslevel spüren. Allerdings empfehlen wir dir, mit der Zeit nach einem Lehrer zu schauen, der auf die richtige Ausführung der Asanas achtet. So verminderst du die Verletzungsgefahr, tust deinem Rücke etwas Gutes und kannst noch mehr aus deiner Yogapraxis rausholen.

Zur Entspannung lohnt sich Yoga vor allem als Cool-Down nach deinem regulären Training oder als leichte Bewegung an deinen Restdays einzubauen. Grundsätzlich gilt: Leiber kurz und regelmäßig, anstatt selten und dafür lang.

Die besten Anti-Stress Yogaübungen

Twist

Wunderbar entspannend und zusätzlich gut für deinen Rücken ist der Twist in allen seinen Varianten im Liegen. Dafür legst du dich auf den Rücken und ziehst deine Beine im 90 Grad Winkel an. Die Arme streckst du zur Seite. Nun lässt du die Beine langsam zu einer Seite fallen, sodass beide Schultern auf dem Boden bleiben. Halte hier für mindestens 5 Atemzüge und achte dabei besonders auf eine tiefe Atmung.

Stehende Vorbeuge

Aus einem stabilen Stand rollst du Wirbel für Wirbel nach unten ab. Die Beine können gebeugt bleiben, sodass du deinen Bauch auf den Oberschenkeln ablegen kannst. Wenn du dich sicher fühlst kannst du die Augen schließen und deine Arme verschränken, sodass Sie in der Luft „baumeln“. Lasse mit jeder Ausatmung mehr Spannung los und rolle dann wieder ganz langsam auf.

Sitzende Vorbeuge

Die sitzende Vorbeuge funktioniert genau so, wie die stehende Vorbeuge. Nur die Ausgangsposition ist anders: Du sitzt mit geradem Rücken und streckst deine Beine vor dir aus.

Schildkröte

Grätsche im Sitzen die Beine. Beuge die Beine leicht, sodass die Fußsohlen zueinander zeigen. Deine Beine bilden jetzt einen „Diamant“. Setze dich zunächst aufrecht hin. Beim Ausatmen beugst du dich leicht nach vorne und legst die Hände mit den Handflächen nach oben ab. Schließe die Augen, wenn du möchtest und halte die Position, solange wie es für dich angenehmen ist. Rolle dann langsam wieder auf ins Sitzen.

Kind Position

Für die Kind Position beginnst du im Knien. Dann legst du deine Stirn Richtung Boden ab. Hier gibt es mehrere Varianten. Die Arme lang nach vorne ausstrecken (besonders gut nach einem Tag am Schreibtisch) oder die Arme neben dich legen, sodass du ein kleines Päckchen bildest (besonders entspannend). Halte für mindestens 5 Atemzüge und atme tief in deinen Bauchraum.

Welche Übung hat dir am besten gefallen? Und praktizierst du bereits Yoga? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

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